[ Energie wird immer teurer ]Ein wohlig-warmes Zuhause mit behaglichen Raumtemperaturen, bei denen man sich richtig wohlfühlt – was gibt es schöneres, wenn es draußen so richtig ungemütlich wird? Die Rechnung für diesen Komfort bekommen wir alle regelmäßig präsentiert und die Summe unterm Strich wächst Jahr für Jahr. Im Sommer 2008 wurden alle bisherigen Preisrekorde für Heizöl und Gas gesprengt – ein Vorgeschmack auf das, was da in Zukunft noch kommen wird. Denn wir sollten uns von kurzfristigen Atempausen an der Preisfront nicht täuschen lassen: Mittel- und langfristig wird sich die Heizkostenspirale weiter nach oben drehen und sie wird dabei auch wieder schneller werden. Dafür gibt es mehrere Gründe: Der weltweite Energiebedarf steigt kontinuierlich, vor allem durch die rasche Wirtschaftsentwicklung von großen und bevölkerungsreichen Ländern wie China oder Indien. Der Primärenergiebedarf in Deutschland wird zu weit mehr als der Hälfte durch Öl und Gas gedeckt. Beide Energieträger sind aber nicht endlos verfügbar und ihre Förderung wird immer aufwändiger. Spekulationen an den internationalen Rohstoffbörsen und unsichere politische Situationen in einigen Förderländern wirken sich ebenfalls preistreibend aus. |
Die meiste Energie im Haus wird fürs Heizen benötigt (75 %). Logisch, dass sich beim Heizen auch am meisten sparen lässt, nämlich indem die Wärmeverluste gesenkt werden. Die Schwachstellen an älteren Häusern sind bekannt: Übers Dach, die Außenwände und den Keller geht am meisten Wärme verloren. Wer hier durch eine fachgerechte Dämmung vorsorgt, hat schon den größten Schritt zum Energiesparhaus und einer niedrigeren Heizkostenrechnung getan. [ Die gesetzlichen Vorgaben werden weiter verschärft: EnEV 2009 und 2012 ]Mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) hat der Staat ein wirksames Instrument geschaffen, um den Energieverbrauch beim Bau und Betrieb von Gebäuden zu verringern. Ende April wurde die EnEV 2009 verabschiedet, sie gilt ab Oktober 2009. Darin hat der Gesetzgeber die maximal zulässigen Primärenergiebedarfswerte für Neubauten gegenüber dem bisher gültigen Standard von 2007 um immerhin 30 % gesenkt. Und 2012 – soviel steht bereits fest – folgt die nächste Stufe der Verschärfung um weitere 30 %! Um als Hausbesitzer diese Werte erreichen zu können, ist die wirtschaftlichste und effektivste Methode zum Energiesparen gefragt: Dämmen – am besten gleich beim Neubau und erst recht nachträglich, wenn das Haus aus den 1980er-Jahren stammt oder noch älter ist. |